kein Island (2012)

Copyright Christine Fenzl

Copyright Christine Fenzl

Polytonaler Kammerpop by Betancor 2012
kein Island

mitten durch
Faul und Feige
Fallobst
alles egal
kein Island
K-pü
Desolat (Auf der Liederbestenliste von März-Juni 2012)
öfter mal vom Boden essen
Schief
Im Taxi von Köln nach Gelsenkirchen
Heim is wo
Trüb

Susanne Betancor Text + Musik, Gesang, Piano, Trompete
Rainer Rubbert Komposition Streicher Shortcuts
Tobias Delius Tenorsaxofon
Matthias Müller Posaune
Joe Bauer Perkussion
Dirk Berger Gitarre
Matthias Leupold Violine

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Die Popette gilt als Meisterin der absurd mäandernden Redeflüsse, die pointiert sind, aber keine Pointe brauchen. Als virtuose Beobachterin eines Alltags, dessen Aussehen sie mal als „beige, mit Troddeln dran“, beschrieben hat. Was natürlich richtig ist: dass sie über Magerquark und Leergut singen kann wie andere über Sonnenuntergänge und Bergseen. (…) Es ist ein bestürmend schönes Album geworden, wundervoll changierend zwischen Melancholie und Knalltütenheiterkeit, um einen Betancor-Begriff zu leihen, in seinen Tempi- und Temperamentwechseln so ausgefeilt, dass man wirklich nicht überrascht ist, wenn die Künstlerin erzählt, sie habe jahrelang hauptberuflich Musik gehört und mehr davon im Kopf als auf einen großen iPod passe. Der Tagesspiegel vom 24. Januar 2012

Kein Island ist ihr auch rundum gelungen. Insbesondere für diejenigen, die, sagen wir mal, eher ungewöhnliche Texte mögen. Und davon hat Betancor jede Menge zu bieten: „Weiß nicht, aber jemand randaliert in meinem Gehirn / Räumt ständig um, verkabelt neu, schickt mich zum kopier’n” heißt es in da in einem Lied und „Ich wär so gerne wieder da, wo ich herkäme / Würde lieber wieder bleiben, wo ich war” in einem anderen. Selbst nach mehrmaligem Hören entdeckt man immer wieder neue Sprachspielereien in den Stücken der Wahl-Berlinerin. Wohltuend auch die kongeniale Symbiose von intelligentem Humor mit Jazz- und Blueselementen, für die sich neben der Protagonistin (Piano & Trompete) insbesondere Dirk Berger (Gitarre) und Joe Bauer (Perkussion) verantwortlich zeichnen und die der Platte das gewisse Etwas verleihen.
Wie war doch im Begleitschreiben dieser CD zu lesen? „Dies ist meine neueste Veröffentlichung. Fast 51 Minuten exquisit polytonaler Kammerpop by Betancor in Deutsch. Und nicht nur, dass ich stolz bin und mich freue, ich bin auch überzeugt, dass diese Platte gelungen ist, wertvoll und Freude transportiert.” Dem will ich nicht widersprechen. Im Gegenteil. Liederbestenliste, CD-Empfehlung vom Januar 2012

Betancor, die singende Poetin, Live-Spektakel und noch so vieles mehr ist, hat mit “Kein Island” ein ganzes Album mit Jazz-Balladen gefüllt. Gelungen sind ihr und ihrer Band schönste heiter-melancholische Melodien, die die Texte gekonnt vor sich hertreiben. Kleine Beobachtungen finden Platz neben großen Gedanken, das Ganze ist ein Genuss. AVIVA Berlin vom 19. Januar 2012

Release KEIN ISLAND_Bauer_Berger_Betancor_Schröteler 2012 FOTO Christine Fenzl

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Kurtmusik by Kurtbuero 2012 / Co-Label popappeal / Dauer 55 Min / LC 11449

“CD des Monats” 02/12 – Liederbestenliste